Hund des Jahres 2020


Hund des Jahres 2020, Papa Noél.

2020, dieses Jahr hat so viel verändert und uns ständig unsere Grenzen gezeigt.

Im Dezember, kurz vor Weihnachten 2019, erreichte uns ein Hilferuf von einem Spanier der einen Hund gerettet hat, welcher an der Kette lebte und völlig abgemagert war, er selbst konnte ihn natürlich nicht behalten. Es war unser Papa Noél, ein großer schwarzer Hund. Jeder Tierschützerweiß die Vermittlung wird nicht einfach, aber das hat uns nicht davon abgehalten auch diesem armen Kerl zu helfen.

Mein Mann hat sich sofort auf den Weg gemacht, um ihn zu holen. Papa Noél (Weihnachtsmann) war sehr dünn und kannte nichts, woher auch, bis dahin war er nicht erwünscht und keiner hat sich richtig um ihn gekümmert. Er bekam gutes Futter und lebte sich langsam bei uns ein. Wo mein Mann war, war auch Noél, die Zwei wurden dicke Freunde. Langsam legte er an Gewicht zu und sein Fell begann zu glänzen. Micha übte mit ihm die Leinenführigkeit, keine leichte Aufgabe, denn bisher kannte Noél dies gar nicht. Mit der Zeit wurde es immer besser, nicht perfekt, aber er war auf einem guten Weg. Die Tierarztbesuche, die überwiegend von meinem Mann gemacht werden, wurden entspannter und das Autofahren war auch kein Problem mehr.

Im Juni fanden wir für Noél das perfekte Zuhause. Das neue Frauchen kam sogar nach Andalusien um ihn kennenzulernen und mitzunehmen nach Deutschland.

Corona wurde immer mehr zum Thema und das Buchen der Hundeboxen immer schwieriger, doch nach langem Hin und Her haben wir es geschafft und Noél konnte sein Frauchen ins neue Zuhause begleiten.

Papa Noél ist für uns der „Hund des Jahres 2020.

 

Doch ich möchte gerade in diesem Zusammenhang auch mal für mich den 

„Mensch des Jahres 2020“ 

erwähnen.  Es ist mein Mann Michael. Er ist der Ruhepol im Hanni-Land und unterstützt mich wo er nur kann. Ohne ihn wäre alles hier nicht möglich.

Ab Juli wurde es für uns immer schwieriger für die vermittelten Hunde Flugpaten zu finden, da auf Grund der Pandemie immer mehr Menschen ihren Flug absagten. Vermittelte Hunde hatten wir trotzdem und die neuen Familien warteten sehnsüchtig auf ihr neues Familienmitglied.

Eigentlich werden die Flugpaten vor dem Abflug auch zu uns eingeladen, damit sie die Hunde kennenlernen können, diese Treffen konnten nicht mehr stattfinden. Die einzige Möglichkeit die wir hatten, war zu schauen, wann es überhaupt noch passende Flüge gab, um dann mit den Hunden an den Flughafen zu fahren, in der Hoffnung einen Flugpaten zu finden, der unseren Hund auf dem Flug begleitet.

Ich war langsam echt verzweifelt und dachte mir wir bekommen keinen Hund mehr nach Deutschland. Aber mein Mann hat mich beruhigt und gesagt „Wir schaffen das“ …………..und ER HAT ES GESCHAFFT, mehrere Male ist Micha zum Flughafen gefahren, immer mit Hunden in den Boxen und hat liebe Flugpaten gefunden, die sie in ihr neues Leben begleitet haben. Gerade in diesen schwierigen Zeiten zeigt es mir wieder wie wichtig es ist jemanden an der Seite zu haben der einen unterstützt und sagt „ALLES WIRD GUT“ - MICHA ICH DANKE DIR!

Deshalb gibt es für dieses Jahr zu dem „Hund des Jahres“ auch den „Mensch des Jahres 2020" für mich!

Eure Hanni

Papa Noél im Dezember 2019 und danach im Juni 2020.

Micha und Papa Noél.

Papa Noél heißt nun Pablo.